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nachdenken
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Foto Gertrud Everding/Literadies |
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Die Spaßgesellschaft von H-W. Ecker Wir amüsieren
uns, Im Stroboskoplicht
´Der
gestirnte Himmel über uns' Tonangebend
ist bei uns die Prominenz: |
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Und die
hohen Festspielshows Auch unsre
Spaßgesellschaft kennt |
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Erlebnisgeil
und lustbesessen, H. W. Ecker (08/2008) |
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Texte von Jürgen Nagorny Ach ja Ein
schönes Mädchen
Ich
schreibe immer auf einen Zettel Wer
bloß? Die
Miesmacher laufen herum
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Wir betrauern den Tod unserer lieben Oma, die mit 92 Jahren sanft entschlief. Mitten aus dem Leben gerissen wurde unser lieber Bruder im 39. Lebensjahr. Einige waren mit Sprüchen versehen: Tot ist nur der, der vergessen wird Der Tod ist Abwesenheit vom Leben Oder: Warum? Wir hatten noch so viel vor! Auf einmal hatte er seinen Namen vor Augen. Er erschrak. Hatte der Alkohol seinen Geist benebelt? Nein, da stand er schwarz auf weiß. Der Vorname mit th und der Nachname, was selten vorkam wie bei ihm, mit r und nachfolgendem z in der Mitte. Er lachte. Welch seltsame Namensgleichheit! Aber als er das Geburtsdatum wahrnahm, fing sein Herz an zu rasen. Bevor er weiter las, leerte er sein Glas und füllte es wieder auf. Nach einem erfüllten Leben ist er plötzlich und unerwartet von uns gegangen. Die Urnenbeisetzung erfolgte bereits im engsten Familienkreis. Hamburg, im Dezember 2011 Die Hinterbliebenen. Er wischte sich über die Augen. Das konnte doch nicht wahr sein! Er kippte den Schnaps in einem Zug hinunter. Seine Ehe war kinderlos und nahe Verwandte hatte er nicht mehr! Er las
den Text ein zweites Mal. Jetzt fiel ihm auf, dass der Todestag identisch
war mit dem Sterbetag
seiner Frau: 26. Dezember 2009. Er
griff zum Telefon und verlangte die Anzeigenabteilung der Zeitung. Eigentlich
dürfen wir telefonisch keine Auskunft geben, sagte eine weibliche
Stimme. In
welchem Verhältnis stehen Sie zu dem Verblichenen? - Wie ist Ihr
Name? Er
nannte ihn. Ach
so, Sie sind verwandt mit dem Toten. Aus der
Schweiz? Er schenkte sich noch nach, nippte aber nur, weil ihm plötzlich
schwindlig wurde und die Buchstaben von der Anzeige, von der er nicht
lassen konnte, vor seinen Augen verschwammen. "Aus der Schweiz?",
wiederholte er. Da kannte er nur die Bank, die sein Nummernkonto
verwaltete. Ihm wurde heiß, sein Herz klopfte wie ein Zweitakter.
Wollte die an
sein Schwarzgeld? Die wusste genau, wegen Steuerhinterziehung würde
er sie höchst wahrscheinlich nicht anzeigen. Da kam ihm ein noch
ganz anderer Gedanke: Vielleicht war das in der Finanzkrise die neueste
Masche? Herztod durch Schock? Das wäre vollkommen risikolos für
sie! Er versuchte
die Schublade zu öffnen. Sie klemmte. Er zog mit beiden Händen.
Sie gab nach und
er fiel rückwärts, vorher mit dem Hinterkopf den Couchtisch
treffend, zu Boden. Die Schublade
und herausgeschleuderte Papiere bedeckten seinen Körper. Bevor er
das Bewusstsein verlor, murmelte er noch: Totgesagte leben länger!
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